‚Dig(g)i bitte was?!‘ – ‚M‘ wie ‚Mittelstand Digital‘ im Kieler Digital-ABC (Season 02)


Moin! Ich bin Regine aus Kiel und ich
erkläre euch heute bei ‘Dig(g)i bitte was?!’ den Begriff ‘Mittelstand Digital’ Digitalisierung ist in aller Munde. Doch als kleineres Unternehmen stelle ich mir häufig die Frage: Wie gehe ich das Thema an?
Brauche ich das überhaupt? Bietet mir das wirklich Chancen? Welche Mehrwerte habe
ich dadurch? Welche Technologien, welche Prozesse muss ich angehen?
Der Arbeitsalltag lässt häufig überhaupt gar keinen Freiraum, mich mit dieser
Thematik auseinanderzusetzen. Ich habe vielleicht auch gar nicht die
personellen, die technischen oder die finanziellen Ressourcen, mich intensiv
mit dieser Thematik zu beschäftigen. Doch ist ganz klar: Für die Zukunft muss
sich eigentlich jedes Unternehmen, egal wie groß es ist, egal aus welcher Branche es
kommt, mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen.
Und genau hier setzt die Initiative ‘Mittelstand Digital’ an: Wissend um diese
ganzen Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, sind
seit 2015 ungefähr 30 Mittelstands- Kompetenzzentren ins Leben gerufen
worden. Und so ein Mittelstands- Kompetenzzentrum soll kleinere und
mittlere Unternehmen befähigen, die Digitalisierung anzugehen und dort auch
einen eigenen Fahrplan zu erstellen. Alle Angebote, die Mittelstand Digital
bietet, sind kostenlos. Das ist insbesondere für kleinere Unternehmen
natürlich auch ganz wichtig, die gar nicht große Forschungs- und
Entwicklungsabteilungen haben, die auch nicht alle Experten natürlich vor Ort
haben, die können sich dann auch mit dieser Thematik auseinandersetzen und
gucken: Wie kann ich das Thema denn auch angehen?
Das heißt, wenn wir in diesem Mittelstands-Kompetenzzentrum Kiel
beispielsweise eine Anfrage haben, dann können unsere Experten helfen – mit
Veranstaltungen, mit Workshops, mit Projekten, die wir auch ganz klar mit
Unternehmen machen können. Das heißt, wenn ein
Unternehmen eine Herausforderung hat, dann können wir einfach gemeinsam auch bis hin zu mehreren Monaten ein Projekt mit einem Unternehmen machen. Und alternativ
bietet sich die Möglichkeit für Unternehmen wenn wir schauen: Was ist
Digitalisierung? Was versteckt sich dahinter? Wir haben Erlebnisräume, und
zwar in ganz Deutschland. Wir haben diese Erlebnisräume auch in Schleswig-Holstein, wo man Digitalisierung einfach mal anfassen kann. Wo Stationen sind aus
unterschiedlichen Bereichen wie der Medizintechnik; irgendeine große
Lebensmittelproduktionstechnikstraße, die man sich anschauen kann; bis hin zur
Qualitätssicherung in dem Bereich. Wir haben im Bereich Maschinenbau eine
große Halle, wo man sich unterschiedliche Stationen von Robotik, von VR-Szenarien,
von Sensorikverfolgung im Logistikbereich, all das kann man sich
auch mal angucken und man kann sich inspirieren lassen:
Mensch, sind diese Technologien eigentlich für mich interessant? Kann ich so was
auch nutzen? Das ist viel einfacher, als wenn ich mich
immer abstrakt mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Ich leite das Mittelstand-4.0 Kompetenzzentrum Kiel. Das heißt, ich bin
erster Ansprechpartner. Im Rücken habe ich ein Team, das aus sechs Hochschulen
und Institutionen in ganz Schleswig-Holstein besteht. Da bringen
wir die unterschiedlichsten Kompetenzen ein. Das heißt, wir haben sowohl
Branchenkompetenzen Medizintechnik, Lebensmitteltechnik, Maschinenbau. Wir
haben aber auch klassische Themen, die vollkommen unabhängig sind wie
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Innovationsmanagement. Aber auch Themen,
die momentan in aller Munde sind: Künstliche intelligenz, Big Data,
Vernetzung und Ortung was nicht nur in Produktionsketten und in der
Logistik Ansatz findet, sondern heute auch überhaupt das Thema im Bereich
Smart City ist. Also wir sollen Unternehmen eigentlich dazu befähigen,
die Digitalisierung anzugehen, damit sie ihre Innovationskraft und
Wirtschaftlichkeit ausleben können.

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